Hundepfote

Geschichte des Vereins

 Ein ungewisser Neubeginn – Toleranz und Stehvermögen wird belohnt.

1963:

Im 50. Jahr des Vereinsbestehens „Wiederbelebungsversammlung“ des HSVM. Im  „Bürgerhof“ treffen sich am 22.02.1963 acht Hundefreunde, um den Verein wieder auf die Beine zu stellen. Anwesend ist auch der Bezirksobmann des Baden-Württembergischen Dressurverbandes, Max Sutter, der zu organisatorischen Fragen Auskunft gibt.

Neubeginn mit Schutzhunde-Ausbildung. Auf einem Sparbuch sind noch 700 DM angespart. Das erleichtert den damaligen vier „Schutzhundlern“ sowie weiteren acht Hundefreunden den Start in eine ungewisse Zukunft des Vereins. Zum ersten Vorsitzenden wird Edmund Martini, zum Schriftführer und zweitem Vorsitzenden Hans Heidinger und zum Kassier Rudolf Heidinger gewählt. Von den damaligen „Wiedergründern“ sind Hans und Rudolf Heidinger noch heute an Bord des HSVM. Die Brüder Heidinger leiten den Übungsbetrieb und sind auch als Schutzdiensthelfer (damaliger Begriff: Figuranten) über Jahre tätig. Rudolf Heidinger unterstützt über Jahrzehnte als starker Förderer den Verein mit weitgehenden Sachleistungen und Geldspenden.

Das Übungsgelände wird im „Mettersten“ eingerichtet. Auf Betreiben des Jagdpächters Kicherer (Fakir-Werke) bei der Stadt Mühlacker ist der Platz sofort zu räumen. Die Stadt weist dem Verein als „Dressurplatz“ den Festplatz zu. Viele Glasscherben, verursacht durch Vereinsfeste, führen jedoch häufig zu Schnittverletzungen an den Hundepfoten. Zudem ist der Platz durch Feste häufig blockiert. Nach all den Schwierigkeiten denken die Verantwortlichen vorübergehend ans Aufhören. Eine Krise kann jedoch neue Energien freisetzen nach dem Motto: „Jetzt erst recht!“ Fazit: Die Vorstand sucht ein neues Übungsgelände.

1964:

Umzug auf den „Hinteren Hagen“ bei der Lomersheimer Burg. Der Verein pachtet im Februar ein 17 Ar großes Stück Brachland. Das Gelände muss vor der Nutzung gerodet werden. Aber auch hier stört den dortigen Jagdpächter Schuler (Schuler-Kreissägen) die Anwesenheit der Hunde. Albert Schuler sorgt aber als Stadtrat dafür, dass der Verein die brachliegenden, verwilderten Enzauenwiesen unterhalb des Festplatzes nutzen darf. Das Brachland wird mit großem Aufwand für den Übungsbetrieb gerichtet.

Der HSVM hat bis heute dieses Gelände von der Stadt Mühlacker gepachtet. Das erste Vereinsheim, eine aus Brettern bestehende und auf Stelzen gestellte Holzhütte (damals jährliche Hochwässer) wird am Enzufer in Eigenarbeit aufgestellt. Baubeginn Anfang November, Bezug Ende Dezember. Etwas später folgt der Anbau von Hundeboxen sowie die Aufstellung eines Geräteschuppens (Spende der Familie Heidinger).

1965:

Am 09. Januar wird das Vereinsheim eingeweiht. Erstmals führt der HSVM eine Weihnachtsfeier im Vereinsheim durch. Die ersten Jugendlichen werden freudig begrüßt. Auf Lehrgängen des WBDV erweitern die Übungsleiter ihre Kenntnisse. Die Schutzhunde-Prüfung verläuft sehr erfolgreich. 5 Hunde des Vereins sowie 2 auswärtige Teilnehmer können die Prüfung bestehen. Bestpunktzahl in SchH III starke 281 Punkte. Ende Dezember tritt Edmund Martini aus gesundheitlichen Gründen als 1.Vorsitzender zurück.

1966:

Hans Heidinger wird nach dem Rücktritt von Edmund Martini zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Betätigungsfeld bei der Ausbildung wird erweitert: Basis-Ausbildung, Schwerpunkt Gruppentraining. Jetzt radikale Öffnung des Übungsbetriebes für alle Hundearten. Erste Tanzveranstaltung in der Festhalle Lomersheim.

1967:

Auf der Jahreshauptversammlung wird die Satzung einstimmig beschlossen. Am 4. April erfolgt die Eintragung des Vereins unter dem Namen „Hundesportverein Mühlacker-Lomersheim und Umgebung“ beim Amtsgericht Maulbronn in das Vereinsregister. Begründung der Namensänderung: Etliche der Mitglieder stammen aus Lomersheim. Der Verein darf deshalb kostenlos die Festhalle für Veranstaltungen – das sind hauptsächlich Tanzveranstaltungen – nutzen.

Die Lage in Richtung Finanzen verbessert sich dadurch enorm. Das Vereinsheim kann so an das Stromnetz angeschlossen werden. Die gewaltfreie Ausbildung der Hunde steht im Mittelpunkt des aktiven Geschehens. Zwei Schutzhunde-Prüfungen künden von einem hohen Aktivitätsgrad.

1968:

Das Vereinsgeschehen ist äußerst lebhaft: 103 Übungstage übers Jahr, Schutzhunde-Prüfung mit 7 Hunden, Verbandstag, Maiwanderung, Schulung mit Richterobmann Wilhelm Fritz, Nachtübung, Spießbraten-Fest, Besuch fast aller Veranstaltungen auf Kreisgruppen- und Verbands-Ebene, Tanzveranstaltung mit den „Players“, Ausstellungsbesuche sowie die Kinderweihnachtsfeier zeugen davon, dass die Vereinsstruktur jetzt gefestigt ist.

1969:

HSVM-Vorsitzender Hans Heidinger wird in den swhv-Verwaltungsrat gewählt. Er übernimmt das Ressort „Öffentlichkeitsarbeit“ und übt dieses Amt 31 Jahre aus. Durch den Anbau eines Thekenraumes erhöht sich die Sitzplatzzahl im Vereinsheim. Bau der ersten Flutlichtanlage für die Ausleuchtung eines Teilbereiches des Übungsplatzes.

Auch ein neuer Rasenmäher wird angeschafft. Über zwei Tage ist der HSVM Gastgeber der großen WBDV-Leistungsrichtertagung in der Festhalle Lomersheim. Der Verein spendet als Imagepflege am Samstag Abend ein üppig bestücktes kaltes Büffet. Im Praxisteil agierten dann Teams des HSVM.

1970:

Mit einem Kinderfest wird der Kinderspielplatz beim Vereinsheim eingeweiht. Etliche in Eigenregie gebaute Spielgeräte sowie ein großer Sandkasten werden von den Kindern der Aktiven gerne angenommen.

Im Jahresbericht 1970 des HSVM-Vorsitzenden ist zu der Mitgliederentwicklung des Vereins ausgeführt: „Das Interesse der Hundehalter an der Ausbildung wächst, viele wollen einen gut erzogenen und wachsamen Hausgenossen und so liegt es nur an uns, die frisch zu uns stoßenden Sportfreunde zufrieden zu stellen, in dem wir ihnen in sportlicher und kameradschaftlicher Haltung begegnen, ihnen behilflich sind, anfängliche Schwierigkeiten zu überwinden, ihnen Mut zusprechen, wenn es einmal nicht so läuft, wie man es gerne hätte und den Ratsuchenden so gut wir können Auskunft geben.“ Zitatende.

1971:

Der Verein bereitet sich ab dem Herbst für die swhv-SchH-Siegerprüfung im Käppele-Stadion vor. Die Planung des ersten Hindernislauf-Turniers nimmt Formen an. Welche Art von Hindernissen sollen in die Turnierbahn gestellt werden, welche Anzahl, welche Laufstreckenlänge, wie ist die Durchführung vorzunehmen und welche Wertungskriterien sollen berücksichtigt werden? Das sind im Vorfeld alles Fragen, die zu klären sind.

Die Lösung: Streckenlänge einfach 60 Meter, 6 Geräte in der Turnierbahn, die nach dem Umrunden einer Wendestange auf dem Rückweg vom Hund nochmals genommen werden müssen. Der Hundeführer läuft dabei rechts parallel zur Turnierbahn. Gestoppte Laufzeit und Fehler an den Geräten werden damals sehr kompliziert in Punkte zur Siegerermittlung umgerechnet. (Anmerkung: Prompt wird der „falsche“ Sieger ermittelt. Die Berichtigung erfolgt Jahre später: Sieger des ersten Turniers Rudolf Tomann mit Cita).

HSVM Aktuelle Termine

Sa. 13. Okt. 2018
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Sa. 20. Okt. 2018
Team-Test
Sa. 10. Nov. 2018
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